Für Administratoren, die Container-Stacks, Volumes, Netzwerke und Logs nicht ausschließlich über das Terminal verwalten möchten, ist Portainer Community Edition (CE) das ideale Werkzeug. In diesem Guide installieren wir Portainer sauber per Docker Compose mit persistentem Storage und erklären die wichtigsten Setup-Schritte.
1. Warum Portainer CE?
- Stack-Management: Docker-Compose-Dateien direkt im Browser anlegen, starten und stoppen.
- Live-Monitoring: Ressourcenauslastung (CPU/RAM) und Container-Logs in Echtzeit einsehen.
- Image- & Volume-Bereinigung: Verwaiste Images und nicht genutzte Volumes per Klick aufräumen.
2. Verzeichnisstruktur & Docker Compose Datei
Erstelle ein dediziertes Verzeichnis für die Portainer-Konfiguration:
mkdir -p /home/docker/portainer
cd /home/docker/portainer
nano docker-compose.yml
Füge folgende Konfiguration ein:
version: "3.8"
services:
portainer:
image: portainer/portainer-ce:latest
container_name: portainer
restart: unless-stopped
security_opt:
- no-new-privileges:true
ports:
- "9000:9000" # HTTP Web-UI (Für internen Reverse Proxy / LAN)
- "9443:9443" # HTTPS Web-UI (Mit selbstsigniertem Zertifikat)
- "8000:8000" # Optional: Edge-Agent Kommunikationsport
volumes:
- /etc/localtime:/etc/localtime:ro
- /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock:ro
- portainer_data:/data
volumes:
portainer_data:
name: portainer_data
3. Stack starten & Initialisierungs-Timeout beachten
Starte den Container im Hintergrund:
docker compose up -d
⚠️ Wichtiger Sicherheitshinweis:
Öffne nach dem Start sofort im Browser https://<DEINE-SERVER-IP>:9443. Aus Sicherheitsgründen schaltet Portainer den Einrichtungsassistenten nach genau 5 Minuten ab, falls noch kein Admin-Passwort vergeben wurde. Solltest du zu spät sein, hilft ein einfacher Neustart des Containers via docker compose restart.
4. Erste Schritte im Dashboard
- Vergib ein starkes Administrator-Passwort (mind. 12 Zeichen).
- Wähle die lokale Umgebung (Get Started / Local Environment).
- Portainer verbindet sich automatisch über den gemounteten
/var/run/docker.sockmit deiner lokalen Docker-Engine.
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